Schnitzereien und Schmuck der Wikingerzeit


Willkommen bei Hanarrs-Werk!

Diese Seiten bieten ein Schaufenster zu meinem (vor allem) wikingerzeitlichen Knochenschnitzerhandwerk, das ich auf verschiedenen Märkten und Veranstaltungen vorführe.

In den einzelnen Rubriken lässt sich mehr über meine Arbeitsweise, verwendete Materialien und die unterschiedlichen Dinge, die ich herstelle, erfahren. In den Bildergalerien findet sich eine große Auswahl meiner bisherigen Arbeiten, die allesamt Einzelstücke sind. Alle Arbeiten, die ich auf diesen Seiten zeige, habe ich selbst gefertigt, sofern nicht anders angegeben und mitunter abgesehen von einzelnen Bestandteilen.

Bei Fragen oder Ideen freue ich mich immer über Nachrichten.

Vielen Dank für das Interesse und viel Freude beim Stöbern!



Neue Werke

November '16

Gewandnadeln

Drei Ziernadeln aus Knochen in Axtform oder mit Flechtband nach Funden aus Haithabu. Da solche Nadeln in den Gräbern von Haithabu nicht in Kopfnähe der Bestatteten, sondern vor allem in Brustbereich gefunden wurden, wird angenommen, dass es sich hierbei nicht um Haarnadeln handelt, sondern um Verschlüsse von Kleidung.


Triskelen-Anhänger

In einen Walrossbackenzahn geschnitze Triskele. Der Anhänger misst etwa 2,5 cm.

Juli '16

Zwei Anhänger aus Walrossbackenzähnen

Mit einer Größe von 2 bis 3 cm sind diese beiden Backenzähne vom Walross gut als Anhänger geeignet. Weitere Zähne dieser Art sind hier zu sehen.


April '16:

Zwei Futteralkämme










Ein Futteralkamm aus einem Grab in Birka (SE).




Ein kleiner Futteralkamm aus Haithabu.

März '16:

Messer im Urnesstil










Ein schlankes Messer mit einem Griff aus Rentiergeweih, Mooreiche und Abschlüssen aus Silber.


Februar '16:

Zweiseitiger Futteralkamm




Solche Kämme sind in der Merowingerzeit (5.-8. Jh.) eine häufige Beigabe in Frauengräbern. Die Kämme haben üblicherweise zwei unterschiedliche Reihen von Zinken, eine feine und eine gröber gezahnte. Das Futteral ist recht aufwändig gebaut und schließt den Kamm zu dessem Schutz rundum ein. Es handelt sich hier um eine Kopie eines Kammes aus dem Gräberfeld von Anderlecht in Belgien.


Kamm mit Silbereinlage




Dieser 17 cm  lange Dreilagenkamm, dessen Original aus Schleswig stammt, verfügt gleich über zwei Besonderheiten: Zum einen ragen die Zinkenplättchen über den Kammrücken hinaus und bilden dort Zacken. Zum anderen sind die Bügel des Kammes beidseitig mit Silberblech unterlegt, das durch die T-förmigen Durchbrüche schimmert.


Januar '16:

Dreilagenkamm









Kämme mit dieser Form und Verzierung finden sich in der Wikingerzeit vielerorts. Am Rücken des Kammes erkennt man deutlich die drei Lagen von Geweih und Knochen.


Messer mit Tierkopf








Ein zweites Mal habe ich ein Messer mit Tierkopf-Abschluss  gebaut, dessen Form und Verzierung den Tierköpfen auf dem Mähnenstuhlpaar aus Søllested (Dk) entsprechen. Das Muster der aufwändigen Klinge entsteht durch vier Bahnen von Torsionsdamast.


Dezember '15:

Thorshammer








Ein weiterer Thorshammer aus Mammutelfenbein, der ebenfalls an den bekannten Hammer aus Kabara (Südschweden) angelehnt ist. Manche historische Artefakte eignen sich hervorragend dazu, in verschiedenen Varianten reproduziert zu werden.



Großes Trinkhorn














Verziertes Trinkhorn mit einem Volumen von fast 2 l. Die Motive stammen von den prächtigen Holzschnitzereien aus dem Oseberg-Grab in Norwegen.







November '15:

Miniaturaxt-Anhänger


Dieser schön geschwungene Axt-Anhänger misst bloß 19 mm und ist eine Minaturversion eines Axtkopfes aus dem Bootsgräberfeld von Vendel I (Schweden).


Anhänger in Form eines Männerkopfes


Dieser Anhänger ist die Replik eines der Schmuckstücke aus dem außerordentlich reich ausgestatteten Grab der "Dame von Aska"  in Östergotland (Schweden), einem Brandgrab aus der Mitte des 10. Jhs. Auf dem Kopf des bärtigen Mannes thront ein Vogel: Sein Kopf ruht auf der Stirn des Mannes, sein Körper ist helmgleich um dessen Kopf gelegt.

Der Anhänger ist wie das Original innen hohl. Das Fundstück aus Aska hatte möglicherweise ursprünglich eine andere Funktion, bevor es als Anhänger umgearbeitet wurde, vielleicht als Abschluss eines Messergriffs. Mein Replikat ist mit einer Länge von 27 mm etwas kleiner als sein Vorbild, damit es als Anhänger besser tragbar ist.

 


Wolfskrieger


Geweihdose









Diese etwa 8 cm große Schnitzerei trägt als zentrales Motiv einen Wolfskrieger, wie er auf der Schwertscheide von Gutenstein aus dem 7. Jh. dargestellt wird. Er wird eingerahmt von weiteren Tieren, die im sog. Tierstil I ausgeführt sind.









Diese Dose ist aus Elchgeweih hergestellt. Den Deckel ziert die Weltenesche, die eigentliche Dose ist umlaufend mit zwei Vögeln im Mammenstil beschnitzt.